Der Arzt, die KI und das Faxgerät
Warum Digitalisierung die Medizin endlich wieder menschlicher macht
Wer heute ein österreichisches Landesklinikum oder eine gut besuchte Facharztordination betritt, wird Zeuge einer seltsamen Gleichzeitigkeit. In den Operationssälen kommen roboterassistierte Systeme zum Einsatz, die auf den Millimeter genau arbeiten [1], [2], [3], [4], und in der Pathologie unterstützen hochauflösende Bildgebungsverfahren die Diagnostik. Doch geht man einen Schritt weiter in die Administration oder den Entlassungsprozess, begegnet einem oft noch das vertraute, fast schon nostalgische Rattern des Faxgeräts [5].
Diese Szene ist weit mehr als eine bloße technologische Kuriosität. Sie ist das Symbol einer tiefgreifenden systemischen Überlastung. Wir befinden uns in einer Ära, in der das medizinische Wissen exponentiell wächst, während die Zeit, die ein Arzt für das Gespräch mit seinem Patienten hat, gefühlt immer knapper wird [6], [7], [8]. Als jemand, der sich beruflich täglich mit der Implementierung von künstlicher Intelligenz (KI)* im Gesundheitswesen beschäftigt, sehe ich diese Kluft mit großer Sorge, aber auch mit einer klaren Vision für die Lösung.
Oft wird die Digitalisierung als das Schreckgespenst der „Entmenschlichung“ an die Wand gemalt. Man fürchtet den Algorithmus, der über Schicksale entscheidet, und den Arzt, der nur noch auf den Bildschirm starrt [9], [10]. Diese Bedenken sind nicht von der Hand zu weisen, und sie verdienen eine ernsthafte Antwort, keine Beschwichtigung. Doch die Erfahrung aus der Praxis zeigt, dass bei kluger Implementierung, Technologie die Medizin wieder zu dem machen kann, was sie im Kern immer war: eine zutiefst menschliche Begegnung.
Das Ende des Zettelchaos: Daten als Sicherheitsnetz und Entlastung
Die Frustration beginnt oft schon vor der eigentlichen Behandlung. Fast jeder Patient hat es schon erlebt: Man wandert von der Hausärztin zum Facharzt, vom Labor ins Spital, und bei jeder Station muss die eigene Leidensgeschichte von Neuem erzählt werden. Befunde werden in Kuverts mitgetragen, CD-ROMs mit Röntgenbildern lassen sich im entscheidenden Moment nicht öffnen, und wichtige Informationen über Allergien oder Vorerkrankungen versanden in papiernen Aktenbergen [5], [11], [12].
Dieses „Zettelchaos“ ist nicht nur mühsam für die Betroffenen, es ist ein massives Sicherheitsrisiko. Wenn Informationen fragmentiert sind, steigt die Gefahr von Fehlentscheidungen oder gefährlichen Medikamenten-Wechselwirkungen. Hier liegt die erste große Aufgabe moderner digitaler Systeme. Eine künstliche Intelligenz fungiert in diesem Kontext nicht als autonomer Entscheider, sondern als hochpräziser digitaler Beifahrer [13], [14], [15], [16].
Stellen Sie sich vor, ein System scannt im Hintergrund die gesamte Krankengeschichte eines Patienten, quer durch alle vorliegenden Berichte. Es erkennt Muster, die dem menschlichen Auge in der Hektik des Klinikalltags entgehen könnten. Es weist den Arzt darauf hin, dass ein neu verschriebenes Medikament mit einem Befund von vor drei Jahren korreliert, der bisher unbeachtet blieb. In der Fachwelt arbeiten wir intensiv daran, diese Datenströme so zu bündeln, dass sie den Arzt nicht mit Informationen überfluten, sondern ihm genau das relevante Wissen zum richtigen Zeitpunkt liefern. Das Ziel ist ein lückenloses Sicherheitsnetz. Wenn die Technik die mühsame Detektivarbeit in den Akten übernimmt, bleibt am Ende des Tages das kostbarste Gut der Medizin erhalten: Zeit. Zeit für den Blickkontakt, der nicht mehr durch das Tippen am Computer unterbrochen wird, weil die Dokumentation im Hintergrund fast von selbst geschieht [6], [13], [17], [18].
Allerdings ist Ehrlichkeit geboten: Die Praxis zeigt, dass digitale Systeme die Dokumentationslast für medizinisches Personal in der Einführungsphase häufig zunächst erhöhen, bevor Entlastungseffekte eintreten [5]. Ein System, das schlecht implementiert oder mangelhaft in den Arbeitsablauf integriert ist, kann mehr Bürokratie erzeugen, nicht weniger. Digitalisierung ist daher kein Selbstzweck, sie muss sich an ihrem konkreten Nutzen für Patienten und Personal messen lassen.
Die Perspektive der Patientinnen und Patienten
Bisher wurde viel über die Entlastung des medizinischen Personals gesprochen. Doch was bedeutet der Einsatz von KI konkret für jene, um die es letztlich geht, die Patientinnen und Patienten? Der Nutzen ist real: Wenn ein Algorithmus frühe Warnzeichen einer Sepsis oder eines Herzinfarkts erkennt, die im klinischen Alltag leicht übersehen werden, kann das Leben retten [19], [20], [21].
Wenn Medikamentenwechselwirkungen automatisch erkannt werden, können vermeidbare Schäden verhindert werden [13], [14]. Und wenn Ärztinnen und Ärzte mehr Zeit für das Gespräch haben, weil Routineaufgaben automatisiert sind, steigt die Qualität der Behandlung auf eine Weise, die kein
Algorithmus ersetzen kann.
Doch Patientinnen und Patienten haben auch berechtigte Fragen: Was passiert, wenn die KI-Empfehlung falsch ist? Wer trägt die Verantwortung, die Ärztin, der Softwareanbieter, das Krankenhaus? Diese Haftungsfrage ist juristisch noch nicht final geklärt und wird eine der zentralen gesellschaftlichen Debatten der kommenden Jahre sein. Klar muss sein: Die ärztliche Letztverantwortung bleibt beim Menschen. Eine KI kann eine Empfehlung aussprechen, die Entscheidung trifft die Ärztin oder der Arzt, und damit liegt auch die Verantwortung beim Menschen, nicht beim Algorithmus. Patientinnen und Patienten haben das Recht zu wissen, ob und wie KI-Systeme an ihrer Diagnose oder Behandlungsplanung beteiligt waren.
Die notwendige Brücke: Warum wir AIM Austria ins Leben gerufen haben
Technologie ist jedoch immer nur so gut wie die Hand, die sie führt. In meiner beruflichen Laufbahn habe ich eines gelernt: Man kann die brillanteste Software implementieren, wenn die Anwender sie nicht verstehen oder ihr nicht vertrauen, wird sie scheitern. In Österreich verfügen wir über eine medizinische Ausbildung von Weltruf, doch der Umgang mit den Werkzeugen der digitalen Transformation kam darin
bisher schlicht zu kurz [22], [23].
Es entstand ein Vakuum. Auf der einen Seite haben wir junge, hochmotivierte Ärztinnen und Ärzte, die privat völlig digital leben, aber im Beruf mit Werkzeugen aus den 90er-Jahren arbeiten müssen. Auf der anderen Seite steht eine Technologie, die so komplex geworden ist, dass man eine neue Form der „digitalen Kompetenz“ benötigt, um sie verantwortungsvoll einzusetzen [24], [25].
Um diese Lücke zu adressieren, haben wir den Verein AIM Austria gegründet, eine unabhängige Plattform, die angehende und praktizierende Medizinerinnen und Mediziner im kritischen Umgang mit digitalen Werkzeugen schult. Dabei verfolgen wir einen pragmatischen Ansatz: Wir lehren, wie man Algorithmen kritisch hinterfragt. Nur wer versteht, auf welcher Datenbasis eine KI eine Empfehlung ausspricht, kann diese gegenüber dem Patienten vertreten, oder begründet ablehnen. Unser Ziel ist es, dass die Technik im Behandlungszimmer leise im Hintergrund verschwindet, damit der Arzt wieder zum Zuhörer werden kann [6], [26], [27], [28], [29].
Datenschutz und Patientenrechte: Mehr als ein technisches Problem
Ein Thema, das die Gemüter verständlicherweise erhitzt, ist die Sicherheit der Gesundheitsdaten. In der öffentlichen Debatte wird oft suggeriert, dass Digitalisierung zwangsläufig zum gläsernen Patienten führt.
Einerseits ist es richtig, dass moderne Verschlüsselung und Anonymisierung Schutzmechanismen bieten, die weit über das hinausgehen, was im analogen Zeitalter möglich war. Ein handgeschriebener Befund, der offen auf einer Station liegt oder unverschlüsselt gefaxt wird, ist zweifellos unsicher. Andererseits wäre es unehrlich, die Risiken der Digitalisierung kleinzureden: Große, zentralisierte Gesundheitsdatenbanken sind hochattraktive Ziele für Cyberangriffe. Datenpannen in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen sind weltweit dokumentiert und können für betroffene Patientinnen und Patienten schwerwiegende Folgen haben [30], [31]. Datensicherheit kann kein gelöstes Problem sein, sie ist eine dauerhafte Aufgabe, die kontinuierliche Investitionen und Aufmerksamkeit erfordert.
Vor diesem Hintergrund sind nicht nur technische, sondern vor allem rechtliche Schutzgarantien entscheidend. Patientinnen und Patienten haben nach der DSGVO und dem österreichischen Gesundheitsrecht konkrete Rechte, die auch im digitalen Kontext vollumfänglich gelten:
• Auskunftsrecht: Jede Person hat das Recht zu erfahren, welche Gesundheitsdaten über sie gespeichert sind und zu welchem Zweck sie verwendet werden.
• Recht auf Widerspruch: Wo keine gesetzliche Pflicht zur Datenverarbeitung besteht, können Betroffene der Nutzung ihrer Daten widersprechen.
• Transparenzpflicht: Werden KI-Systeme in klinischen Entscheidungsprozessen eingesetzt, sollte dies für Patientinnen und Patienten nachvollziehbar und kommuniziert sein.
• Zweckbindung: Daten, die für die Behandlung erhoben wurden, dürfen nicht ohne weiteres für andere Zwecke, etwa kommerzielle Forschung, verwendet werden.
Die Renaissance der sprechenden Medizin
Wir müssen uns ehrlich fragen: Was macht einen guten Arzt aus? Ist es seine Fähigkeit, Daten in eine Tabelle einzutippen? Sicherlich nicht. Es ist seine Empathie, seine Erfahrung und seine Fähigkeit, einem Menschen in einer Ausnahmesituation beizustehen.
Die Digitalisierung der Medizin darf niemals bedeuten, den Menschen durch eine Maschine zu ersetzen. Das wäre weder medizinisch sinnvoll noch ethisch vertretbar. Die künstliche Intelligenz wird niemals die Hand halten können, sie wird niemals Trost spenden und sie wird niemals die Nuancen eines verzweifelten Untertons in der Stimme eines Patienten verstehen. Aber sie kann den Arzt von den Bergen an administrativen Aufgaben befreien, die ihn heute davon abhalten, genau diese menschlichen Aufgaben wahrzunehmen.
Mein Plädoyer für den digitalen Umbruch ist daher ein zutiefst konservatives im besten Sinne: Schicken wir das Faxgerät in den wohlverdienten Ruhestand. Nutzen wir die Fortschritte der KI, um die Bürokratie zu automatisieren und die Diagnostik sicherer zu machen. Aber tun wir es mit dem klaren Ziel, die freiwerdenden Ressourcen für die „sprechende Medizin“ zu nutzen.
Wir bei AIM Austria arbeiten jeden Tag daran, diesen Weg zu ebnen. Wir wollen eine Zukunft, in der Technik den Menschen nicht ersetzt, sondern ihm den Rücken freihält. Eine Medizin, die durch modernste Algorithmen im Hintergrund unterstützt wird, damit im Vordergrund wieder das steht, worauf es ankommt: das Gespräch von Mensch zu Mensch. Das ist die eigentliche digitale Revolution, sie macht die Medizin endlich wieder menschlicher [32], [33], [34].
* Anmerkung zur Begrifflichkeit: Was unter „KI“ verstanden wird
Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich „Künstliche Intelligenz“ als griffiges Synonym für eine Vielzahl technologischer Entwicklungen etabliert. Als Fachmann ist mir jedoch wichtig festzuhalten, dass der Begriff streng genommen eine enorme Bandbreite sehr unterschiedlicher mathematischer und informatischer Methoden zusammenfasst, die formal differenziert betrachtet werden müssen. Wenn wir heute in der Medizin von KI sprechen, meinen wir meistens:
• Machine Learning (Maschinelles Lernen, ML): Algorithmen, die nicht explizit programmiert werden, sondern statistische Muster in großen Datenmengen erkennen (z. B. zur Vorhersage von Krankheitsverläufen).
• Deep Learning: Eine Unterform des maschinellen Lernens, die auf künstlichen neuronalen Netzen basiert und besonders in der Bildverarbeitung (Radiologie, Dermatologie) Leistungen erbringt, die menschliche Präzision oft ergänzen.
• Natural Language Processing (NLP): Jene Technologie, die menschliche Sprache versteht und generiert, essenziell für die automatisierte Analyse von Arztbriefen oder die Übersetzung von Fachsprache für Patienten.
• Expertensysteme: Regelbasierte Logiken, die medizinisches Leitlinienwissen digital verfügbar machen.
In diesem Beitrag verwende ich den Sammelbegriff „KI“ der Lesbarkeit halber als Klammer für diese digitalen Assistenzsysteme. Unser Ziel bei AIM Austria ist es unter anderem, genau diese technologische Diversität verständlich aufzubereiten, damit die Medizin der Zukunft auf einem fundierten Verständnis dieser Werkzeuge fußt und nicht auf vagen Marketing-Versprechen.
Quellenverzeichnis
[1] „Roboterchirurgie“. Zugegriffen: 8. April 2026. [Online]. Verfügbar unter: https://www.krebsreport.at/2022/versorgung/roboterchirurgie
[2] „Robotergestützte Chirurgie: Digitalisierung hält Einzug in den OP“. Zugegriffen: 8. April 2026. [Online]. Verfügbar unter: https://science.apa.at/power-search/13457514555408774820
[3] „OP Roboter“. Zugegriffen: 8. April 2026. [Online]. Verfügbar unter: https://jasmin.goeg.at/id/eprint/4810/1/OP-Robotik_bf.pdf
[4] „Roboterassistierte Chirurgie“. Zugegriffen: 8. April 2026. [Online]. Verfügbar unter:
https://eprints.aihta.at/1077/1/HTA-Projektbericht_Nr.84.pdf
[5] W. Bayer, V. Prückl, und S. Knoll, „Digitalisierung im Gesundheitswesen: Hoher Aufwand, aber was ist der konkrete Nutzen für den Patienten?“, QUALITAS, Bd. 22, Nr. 4, S. 35–35, Dez. 2023, doi: 10.1007/s43831-023-0161-8.
[6] S. Kundu, „How will artificial intelligence change medical training?“, Commun Med, Bd. 1, Nr. 1, S. 8, Juni 2021, doi: 10.1038/s43856-021-00003-5.
[7] A. Burky, „Docs overwhelmed by mountain of new medical literature“. Zugegriffen: 8.
April 2026. [Online]. Verfügbar unter: https://www.fiercehealthcare.com/providers/study-doximity-survey-found-physicians-overwhelmed-amount-reading-needed-stay-date
[8] „Staying Current in Today’s Era of Rapidly Evolving Medical Advances | ASCO Connection“. Zugegriffen: 8. April 2026. [Online]. Verfügbar unter:
https://connection.asco.org/do/staying-current-todays-era-rapidly-evolving-
medical-advances
[9] M. Reis, F. Reis, und W. Kunde, „Public Perception of Physicians Who Use Artificial Intelligence“, Zugegriffen: 8. April 2026. [Online]. Verfügbar unter:
https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2836557
[10] „Künstliche Intelligenz im ärztlichen Alltag“. Zugegriffen: 8. April 2026. [Online].
Verfügbar unter: https://www.fmh.ch/files/pdf27/20220914_fmh_brosch-ki_d.pdf
[11] K. P. Pfeiffer und C. M. Auer, „Herausforderungen bei der Umsetzung der elektronischen Patientenakte und Gesundheitskarte in Österreich“,
Bundesgesundheitsbl., Bd. 52, Nr. 3, S. 324–329, März 2009, doi: 10.1007/s00103-009-0791-y.
[12] D. Ä. G. Ärzteblatt Redaktion Deutsches, „Elektronische Patientenakten: Deutschland und Österreich im Vergleich Literatur und Links“, Deutsches Ärzteblatt. Zugegriffen: 8. April 2026. [Online]. Verfügbar unter: https://www.aerzteblatt.de/archiv/elektronische-patientenakten-deutschland-und-
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[13] T. Engstrom u. a., „The impact of transition to a digital hospital on medication errors (TIME study)“, npj Digit. Med., Bd. 6, Nr. 1, S. 133, Juli 2023, doi: 10.1038/s41746-023-00877-w.
[14] J. J. Neumiller u. a., „Medication Discrepancies and Potential Adverse Drug Events During Transfer of Care from Hospital to Home“, in Advances in Patient Safety and Medical Liability [Internet], Agency for Healthcare Research and Quality (US), 2017. Zugegriffen: 8. April 2026. [Online]. Verfügbar unter:
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[15] H.-Y. W. Chen u. a., „Challenges and Opportunities in the Medication Reconciliation Process in an Emergency Department: An Observational Human Factors Study“, J Patient Saf, Bd. 21, Nr. 7Supp, S. S7–S11, Okt. 2025, doi: 10.1097/PTS.0000000000001362.
[16] A. Hodkinson u. a., „Preventable medication harm across health care settings: a systematic review and meta-analysis“, BMC Med, Bd. 18, Nr. 1, S. 313, Nov. 2020, doi: 10.1186/s12916-020-01774-9.
[17] M. Tschochohei, L. C. Adams, K. K. Bressem, und J. Lammert, „KI-gestützte klinische Entscheidungsunterstützungssysteme: Herausforderungen und Potenziale“, Bundesgesundheitsbl, Bd. 68, Nr. 8, S. 872–879, Aug. 2025, doi: 10.1007/s00103-025-04092-8.
[18] D. Samhammer u. a., Klinische Entscheidungsfindung mit Künstlicher Intelligenz: Ein interdisziplinärer Governance-Ansatz. 2023. doi: 10.1007/978-3-662-67008-8.
[19] G. T. V. KG, „Wie Blutvergiftungen mit künstlicher Intelligenz geheilt werden könnten“, https://www.kma-online.de. Zugegriffen: 8. April 2026. [Online]. Verfügbar unter: https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/dr-ki-unterstuetzt-bei-sepsis-50844
[20] D. Herzstiftung, „Herzinfarkt, Schlaganfall, Sepsis – Warnzeichen erkennen und Leben retten“. Zugegriffen: 8. April 2026. [Online]. Verfügbar unter: https://idw-online.de/de/news865839
[21] J. Orizet, „KI soll Sepsis frühzeitig erkennen und Leben retten | Netzwoche“. Zugegriffen: 8. April 2026. [Online]. Verfügbar unter: http://www.netzwoche.ch/news/2022-08-21/ki-soll-sepsis-fruehzeitig-erkennen-und-leben-retten
[22] „Warum künftige Mediziner eine KI-Ausbildung brauchen – gesundheitswirtschaft.at“. Zugegriffen: 8. April 2026. [Online]. Verfügbar unter: https://www.gesundheitswirtschaft.at/publikation/62-jg-2021-11/warum-kuenftige-mediziner-eine-ki-ausbildung-brauchen/
[23] D. Ä. G. Ärzteblatt Redaktion Deutsches, „Medizinische Ausbildung: Welche
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[24] N. Foadi, „Medizinische Ausbildung: Digitale Kompetenzen von Ärzten – Deutsches Ärzteblatt“. Zugegriffen: 8. April 2026. [Online]. Verfügbar unter: https://www.aerzteblatt.de/archiv/medizinische-ausbildung-digitale-kompetenzen-von-aerzten-1756ea20-b4d1-4989-8447-a404a699d979
[25] M. Abdelwanis, M. C. E. Simsekler, A. F. Gabor, A. Sleptchenko, und M. Omar, „Artificial intelligence adoption challenges from healthcare providers’ perspectives: A comprehensive review and future directions“, Safety Science, Bd. 193, S. 107028, Jan. 2026, doi: 10.1016/j.ssci.2025.107028.
[26] D. Ä. G. Ärzteblatt Redaktion Deutsches, „Stellungnahme ‚Künstliche Intelligenz in der Medizin‘“, Deutsches Ärzteblatt. Zugegriffen: 8. April 2026. [Online]. Verfügbar unter: https://www.aerzteblatt.de/archiv/stellungnahme-kuenstliche-intelligenz-in-der-medizin-1581a074-7da3-4724-875e-09f2be35a9a3
[27] V. Tucci, J. Saary, und T. E. Doyle, „Factors influencing trust in medical artificial intelligence for healthcare professionals: a narrative review“, Journal of Medical Artificial Intelligence, Bd. 5, Nr. 0, März 2022, doi: 10.21037/jmai-21-25.
[28] J. Hoffman, R. Wenke, R. L. Angus, L. Shinners, B. Richards, und L. Hattingh, „Overcoming barriers and enabling artificial intelligence adoption in allied health clinical practice: A qualitative study“, Digit Health, Bd. 11, S. 20552076241311144, Feb. 2025, doi: 10.1177/20552076241311144.
[29] M. Hassan, A. Kushniruk, und E. Borycki, „Barriers to and Facilitators of Artificial Intelligence Adoption in Health Care: Scoping Review“, JMIR Hum Factors, Bd. 11, S. e48633, Aug. 2024, doi: 10.2196/48633.
[30] Redaktion Datenschutz & Datensicherheit, „Gesundheitsdaten – zu brisant für eine unverschlüsselte Sendung per E-Mail (oder Fax) – DSB Ratgeber Arztpraxen“. Zugegriffen: 8. April 2026. [Online]. Verfügbar unter: https://www.datenschutz-in-arztpraxen.de/blog-detail/gesundheitsdaten-unverschluesselte-emails.html
[31] digital gesundheit, „Datenschutz bei Gesundheitsdaten“. Zugegriffen: 8. April 2026. [Online]. Verfügbar unter: https://www.gesundheit-digital-forum.de/de/themen/allgemein/datenschutz-bei-gesundheitsdaten
[32] B. Mandell, „Elektronische Patientenakte (EHR) und Unterstützung klinischer Entscheidungen – Spezielle Fachgebiete“, MSD Manual Profi-Ausgabe. Zugegriffen: 8. April 2026. [Online]. Verfügbar unter:
https://www.msdmanuals.com/de/profi/spezielle-fachgebiete/klinische entscheidungsfindung/elektronische-patientenakte-ehr-und-unterstützung-klinischer-entscheidungen
[33] I. M. Hernandez, „Die Bedeutung klinischer Empathie als modulierende Variable der Arzt-Patienten Kommunikation auf direkte und indirekte Therapieergebnisse bei chronisch erkrankten Menschen“, Dissertation, 2025.
[34] G. Schröder, L. Pawliczek, Ä. Glass, und H.-C. Schober, „Der Einfluss gesetzlicher Dokumentationsanforderungen auf die ärztliche Praxis am Beispiel eines regionalen Schwerpunktkrankenhauses: eine Bestandsaufnahme“, Dtsch Med Wochenschr, Bd. 149, Nr. 16, S. e67–e75, Juli 2024, doi: 10.1055/a-2335-6340.
Über den/die Autor/In
Sebastian Hochreiter ist Experte für die Implementierung und Steuerung von Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen. Noch während des Studiums der Humanmedizin spezialisierte er sich durch Absolvierung des Masterstudiums Medizininformatik auf die Schnittstelle zwischen technologischer Innovation und klinischer Praxis. In seiner täglichen Arbeit begleitet er Projekte zur Digitalisierung von
Diagnose- und Verwaltungsprozessen in Gesundheitseinrichtungen. Sein Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von Systemen, die Patientensicherheit erhöhen und medizinisches Personal entlasten, ohne die menschliche Komponente der Behandlung zu vernachlässigen. https://www.linkedin.com/in/sebastian-hochreiter/
Über AIM Austria
Der Verein AIM Austria (Association for Informatics & Medicine) wurde als Reaktion auf die zunehmende technologische Kluft in der medizinischen Ausbildung gegründet. Der Verein versteht sich als unabhängige Plattform und Netzwerk, das angehende sowie praktizierende Medizinerinnen und Mediziner im kompetenten und kritischen Umgang mit digitalen Werkzeugen schult. Ziel von AIM Austria ist es, die nächste Generation darauf vorzubereiten, Künstliche Intelligenz nicht als Ersatz, sondern als unterstützendes Instrument zu begreifen. Durch praxisnahen Wissensaustausch und interdisziplinäre Zusammenarbeit fördert der Verein einen digitalen Wandel, der den Patienten und die ärztliche Zuwendung ins Zentrum stellt. https://aim-austria.org/
